Kirche geht ...

Die Leitlinien zur Katechese in unserer Diözese sehen die konkrete Weggemeinschaft konstituierend für alle katechetischen Wege und zur Feier von Sakramenten an. Deshalb steht an erster Stelle das personale Angebot an Einzelne, Familien, Kinder und Jugendliche. Alle müssen besonders in diesen Zeiten wissen, mit wem sie in diesem Thema unterwegs sind, wer mit ihnen brieflich, telefonisch oder digital kommuniziert und bei wem sie das offene Ohr für ihre Fragen finden.

Gleichzeitig werden wir nicht eng - Weggemeinschaft Katechese weitet den Blick auf das MEHR von Kirche sein - auch darum geht es hier: Clip #weggemeinschaft

Ihre Meinung interessiert - hier werden Sie geholfen

Ihr direkter Draht:
Wolfgang Müller - Referent für Katechese wmueller(at)bo.drs.de oder Bärbel Zeimantz BZeimantz.Institut-fwb(at)bo.drs.de

Auf Dekanatsebene gibt es bereits teilweise Austauschrunden und Ideenbörsen per Video-Konferenz: wenden Sie sich bei Bedarf bitte an Ihre Dekanatsgeschäftsstelle.

 

aktuell: Update zu Fragen der Katechese (Schreiben von Weihbischof Karrer vom 10.07.2020)

FAQ - Katechese unter Pandemiebedingungen

Notfall-Management oder Dauerlösung?Von zentraler Bedeutung ist, wie die Veränderungen und Auswirkungen der Feier von Sakramenten innerhalb und außerhalb der Kirchnegemeinden kommuniziert werden.
Sicherlich ist die momentane Praxis noch stark bestimmt von der Verschiebung der Feiern aus dem Frühjahr. Es zeichnet sich allerdings ab, dass es durchaus möglich ist, dass die Rahmenbedinungen nur langsam so werden, dass bisher gewohnte Formen des Feierns und der Vorbereitung wiederkehren.

Wünschenswert ist eine breite Verständigung innerhalb der Leitungsgremien der Kirchengemeinden (Kirchengemeinderat, Pastoralteam) zusammen mit den betroffenen Familien, Kindern und Jugendlichen.

Planungen die kleine überschaubare Gruppen für Vorbereitung und Feiern vorsehen, sind auch auf Zukunft hin deutlich flexibler umsetzbar.
Zu überlegen wäre auch eine Praxis, die Erstkommunuionfeiern und Firmungen stärker als bisher in den gottesdienstlichen Alltag einer Gemeinde integriert.
Hierzu passen auch die Ansätze der Leitlinien "Weggemeinschaft Katechese", die verstärkt auf Spielräume und Möglichkeiten der "indirekten Katechese" setzen.
 
Was hat denn nun PRIORITÄT?Für die Feiernden: ganz klar: so viel Leute wie möglich können in die Kirche rein und an der Erstkommunion oder Firmung teilnehmen.

Für die DIÖZESE ROTTENBURG-STUTTGART aber steht eindeutig im Vordergrund: alle, die zu einem Gottesdienst kommen, müssen sich sicher und geschützt fühlen. Deshalb gelten die Regeln für private Feiern nicht in der Kirche. Und auch Regeln aus der Schule lassen sich nur sehr bedingt auf den Gottesdienstraum übertragen. 
Bei uns geht der Schutz von Einzelnen vor!
 
Wieviel ABSTAND muss denn jetzt sein?1,50 m - das gilt für Kirchen, Gemeindehäuser, Gottesdienste, Versammlungen ...
Der Abstand dient dem Schutz vor Ansteckung. Dieser Schutz ist für unsere Diözese die höchste Priorität: Menschen, die zu uns kommen, sollen sich sicher fühlen können.
ABSTAND ist nicht zu verwechseln mit DISTANZ ...
aktuell geltende Regelungen
Wieviele Personen dürfen denn jetzt in die Kirche rein? Gibt es eine BESCHRÄNKUNG was die Zahl der Erstkommunionkinder oder Fiormnlinge angeht?

Es gibt erst einmal keine Vorgabe, was die Anzahl bei Erstkommunionen angeht. Die anfangs benante Zahl von 4-6 Kindern war ein Richtwert und nicht als Obergrenze gedacht. Es bleibt immer zu berücksichtigen, wie viele Personen sich im jeweiligen Raum aufgrund der Abstands-und Hygieneregeln aufhalten können.

Insbesondere bei Firmungen ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass Gottesdienste nicht länger als 60 min dauern sollen. Durch den erhöhten Auwand der Desinfektion nach jeder Firmspendung leitet sich ab, dass in einem Firmgottesdienst ca. 15 Jugendliche gefirmt werden können. Das ist ein Erfahrungswert. 

Übrigens ist es nicht möglich, dass mehrere Firmspender gleichzeitg in einem Gottesdienst eingesetzt werden. 

 
Muss ich jetzt meine ganze  Katechese DIGITALmachen?Katechese, die nicht mehr in (größeren) Gruppen stattfinden kann, fällt aus. Oder geht digital.
"Wer will, dass Digital wie Analaog ist, wird dem, was Digital kann, nicht gerecht.
Digital ist immer das schlechtere Analog. Aber: Analog ist immer das schlechtere Digital" (S. Schmid)

Insgesamt empfehlen wir deshalb, den bekannten Wegen weiter zu vetrauen. Dann lieber weniger - und das gekonnt. Digitalisierung macht nur dort Sinn, wo sie einen Mehrwert bildet. Wer Spaß hat, soll aber gerne experimentieren ...

Im übrigen sind die Erfahrungen aus dem "home-schooling" hilfreich: digitale Anggebote sind hilfreich, aber nicht alle können/wollen diese Formen gleich gerne annnehmen. Am Ende überzeugen die Menschen, nicht das Material (gilt auch analog).

so machen es die Profis:
Netzgemeinde da_zwischen

das gibt es schon: https://wir-sind-da.online/

Warum können wir in der Kirche nicht so FEIERN wie anschlißend zuhause?Feiern und Gottesdienst feiern sind zweierlei. Für private Feiern gelten andere Regeln als für öffentliche (Gottesdienst-)Feiern. Das ist oft schwer zu verstehen. Ist aber trotzdem so. Konkret bedeutet das: auch wenn nach der Feierlichen Kommunion in der Kirche Kind & Kegel, Oma & Opa, Tanten & Onkel, Kusinen & Kusinchen, Hinz & Kunz im selben Raum miteinander feiern, müssen sie trotzdem in der Kirche nach Hausgemeinschaften getrennt sitzen. Weil hier der Schutz aller (eben auch derer, die nicht zu dieser Familie gehören) höher steht. Die Ministrant*innen, Mesner, Organisten und einige Einzelpersonen danken es Euch! 
Wer FIRMT denn jetzt, wenn kein Bischof kommt?

Für Firmgottesdienste, die aufgrund der Corona-Krise  aus dem 1. Halbjahr 2020 verschoben werden müssen, erhalten nach Bedarf Pfarrer die Beauftragung zur Firmspendung. Sie entscheiden zusammen mit den Verantwortlichen vor Ort über Zeitpunkt, Form und Gestaltung der Firmspendung. Dabei sind die Auflagen für Gottesdienste (Gruppengröße, Hygienevorschriften etc.) genau zu beachten.
Da Gottesdienste nicht länger als 1 Stunde dauern sollen, gilt die Zahl von 15 Firmlingen als Richtgröße für einen Gottesdienst.

übrigens: Das übliche Firmgeschenk der Diözese (das Büchlein "Starthilfe") kann bei Firmspendungen durch den Priester vor Ort von den Pfarrbüros direkt bei der Expedition in erforderlicher Stückzahl bestellt werden.

Antrag auf Firmerlaubnis

 

Expedition

Sind GRUPPENSTUNDEN möglich?Wo Hygieneregeln für Gemeindehäuser aufgestellt wurden, können Gruppenstunden für Jugendarbeit und Katechese ohne Probleme stattfinden. Die Gruppengröße muss den vorhandenen Räumen angepasst werden (s. ABSTAND). Für Treffen in privaten Räumen ist es sinnvoll, die Zustimmung aller Eltern abzufragen. 
GEBETGott, wir glauben, dass Du da bist auf allen Wegen.
Wir lieben es mit anderen Menschen unterwegs zu sein.

Bleib Du, Gott, bei uns: damit wir die Hoffnung nicht verlieren.
Bleib Du, Gott, bei uns, damit wir Deine Liebe unter uns spüren.
Bleib Du, Gott, bei uns: damit wir uns gegenseitig im Glauben tragen und begleiten.

Lass uns alle miteinander die Geduld nicht verlieren, bis wir unsere Gemeinschaft mit Dir und untereinander wieder so richtig feiern können.

Segne und beschütze alle, die Deine Nähe brauchen: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebetsbild Erstkommunion bestellen
Welche HYGIENEVORSCHRIFTEN müssen wir denn beachten?

Alle! Die Vorschriften sind zwischen Landesregierung und Diözesanleitung abgestimmt. Sie regeln, was geht und was nicht geht. Unter anderem:
GEHT: vier (4) singen, musizieren mit Abstand / tanzen / ... <wird fortgesetzt>
GEHT NICHT: alle singen / alle fassen sich an den Händen / ... <wird fortgesetzt>

Landesregierung und Diözesanleitung wollen unbedingt das Infektionsrisiko im kirchlichen Umfeld so gering wie möglich halten, deshalb werden wir vermutlich bis in das Frühjahr 2021 hinein mit einigen Einschränkungen leben müssen.

aktuell geltende Regelungen
Wie soll denn jetzt KATECHESE aussehne? Welches Konzept schlägt die Diözese vor?

"Weniger ist mehr". Unter Pandemiebedingungen braucht nicht das gewohnte Programm in der Katechese gefahren werden. Es reicht darauf zu schauen, was in den bisherigen Konzepten wertvoll und unverzichtbar ist. 
Oft ist es hilfreich, mit den Betroffenen selber (Paare, (Tauf)Eltern, Kinder, Jugendliche) zu überlegen, was es braucht, um das Sakrament gut empfangen zu können.

DAS Konzept der Diözese ist: kein Konzept der DIÖZESE! In den Leitlinien „Weggemeinschaft Katechese“ haben die Verantwortlichen in der Diözesanleitung dargelegt, dass wir den unterschiedlichen Wegen, die vor Ort gewachsen sind und weiterentwickelt werden, trauen. Weggemeinschaften sind nicht nur in Krisenzeiten tragfähig:

  • WEGGEMEINSCHAFT als Geistlicher Prozess richtet uns alle auf Gott aus
  • WEGGEMEINSCHAFT entlastet haupt- und ehrenamtlich Verantwortliche
  • WEGGEMEINSCHAFT nimmt alle Beteiligten in den Blick und traut ihnen etwas zu
  • WEGGEMEINSCHAFT ermutigt zu überschaubaren Wegstücken auf Zeit
  • WEGGEMEINSCHAFT stärkt Eigenverantwortung

Bleiben Sie mutig unterwegs, im guten Kontakt untereinander, mit den Menschen, die mit Ihnen Wegabschnitte gehen und mit Jesus selber. Der Weg entsteht im Gehen ...

Die Pandemie kann übrigens sehr hilfreich sein, dass Pflichtprogramme endgültig verabschiedet werden. Sie sind kein Weg der Katechese in unserer Diözese (vgl. Leitlinien)!

Leitlinien
Wie bringe ich das nur den Eltern (den Jugendlichen, der Gemeinde) bei, dass jetzt alles anders ist? - KOMMUNIKATION & TRANSPARENZ
 
"... schwätzat mit de Leit" - sagt der Schwabe, aber so einfach ist es nicht immer. Trotzdem steht und fällt die Akzeptanz für Veränderungen, z.B. was die Feier der Erstkommunionen und Firmungen angeht, damit, frühzeitig die Betroffenen mit einzubinden. Wer andere vor vollendete Tatsachen stellt, braucht sich nicht zu wundern, wenn Einzelne dies nicht mitmachen. Sogar Jesus fragt immer, bevor er jemandem etwas Gutes tun will ... 

Mit welchem ZIEL betreiben wir denn Katechese? Wie sag ich es so EINFACH wie möglich?

Katechese sind Weggemeinschaften auf Zeit.

Weniger Zeit (weniger Gruppenstunden, weniger Treffen, weniger Gottesdienste ...) heißt nicht weniger Weggemeinschaft.

Gottes Geist ist in der Lage, auch auf den vorhandenen (wenigen) Zeilen seine Botschaft der Liebe zu schreiben!

 

 

Ideen und Vorschläge zur Erstkommunion-Katechese

Auch und gerade in Coroanzeiten ist der personale Bezug zu Kinder und Eltern maßgeblich. Darauf soll der Schwerpunkt katechetischer Überlegungen und Wege liegen. Dabei wird viel darauf ankommen, was in der häuslichen Gemeinschaft möglich ist und ermöglicht wird. Da aber nicht alle Familien gleichermaßen mit Formen des Gesprächs, des Lesens in der Bibel oder des Betens vertraut sind, ist hier ein besonderer Blick auf die erforderlich, die dazu Unterstützung brauchen.

Wir empfehlen deshalb, darauf zu achten, was für die innere und äußere Vorbereitung unabdingbar ist. Ressourcen, vor allem die von engagierten ehrenamtlichen Katechetinnen und Katecheten, sollten schwerpunktmäßig in den persönlichen Kontakt investiert werden. Auch hier können Erfahrungen aus dem Bereich Schule („home-schooling“) hilfreich sein. Insgesamt wird es ein sinnvolles und leistbares Zueinander von Online-Materialien mit realen Begegnungsmöglichkeiten brauchen.


Zur familienorientierten Katechese gibt es bereits zahlreiche Konzepte.
Wir ermutigen aber ausdrücklich, den eigenen Konzepten auch weiterhin zu trauen. Manches Bewährtes lässt sich auch in andere Zusammenhänge transformieren. Und nicht alles muss übertragen werden. Darüber hinaus bietet z.B. https://www.bei-gott-zu-hause.de/ bereits online verschiedene Möglichkeiten; in Verbindung mit dem Materialbuch „Familientage und Wochenkurs“ zentrale Themen der Vorbereitung umzusetzen.

Weitere hervorragende Ideen finden sich auch beim BDKJ unter: https://wir-sind-da.online

Ideen und Vorschläge zur Firm-Katechese

Entsprechend den Leitlinien steht das personale Angebot für Jugendliche an erster Stelle.

Die Firmvorbereitung passt sich den veränderten Kontaktmöglichkeiten an. So wird es auf absehbare Zeit z. B keine Sozialpraktika’s, Firm-Wochenenden oder die Durchführung von Großtreffen aller Firmlinge geben können. Auch die Teilnahme an Wallfahrten (Taizé) ist voraussichtlich nicht möglich.
Wie bei Erstkommunion wird es auch hier um ein sinnvolles und leistbares Zueinander von Online-Materialien mit realen Begegnungsmöglichkeiten gehen.
Sicher lohnt die Prüfung, welche bisher bewährten Inhalte online-fähig gestaltet werden können.


Weitere Möglichkeiten (Auswahl):
• Sinnsucher-Kurse online sind durachuas auch für Jugendliche geeignet: sinnsucher.plus
• BDKJ: wir-sind-da.online
https://www.facebook.com/song4u.aalen/

• Netzgemeinde https://netzgemeinde-dazwischen.de
http://www.spiricloud.at/home/ (Erzdiözese Salzburg)


Grundsätzlich gilt, dass Online-Angebote nicht die personale Ebene ersetzen können.
Dies gilt insbesondere für Jugendliche, die bisher keinen oder kaum Kontakt zu ihrer Kirchengemeinde haben. Daher erfordern neue Wege vor allem  Aufmerksamkeit für diejenigen, die sich damit erst einmal zurechtfinden müssen.

Überlegenswert ist es, ob es z. B. ab Frühsommer 2021 ein zentrales, jährliches Event (Dekanat, Region) geben könnte, bei dem es nicht ums Sakrament, sondern um die Erfahrung des Heiligen Geistes geht (vgl. Jugendtag Untermarchtal, gute Live-Musik, authentische Personen, interaktiver Gottesdienst, gerne mit Bischöfen ...)

Materialien

Wabenbox zu Leitlinien Weggemeinschaft kostenlos zu bestellen auf: https://expedition-drs.de/produkt/wabenbox-weggemeinschaft-katechese/

Leitlinien Katechese als Weggemeinschaft: https://expedition-drs.de/produkt/katechese-als-weggemeinschaft-leitlinien-13/